|
Am 22. Oktober 2011 fand eine gemeinsame Übung des THW Ortsverein Widdern, der DLRG und dem DRK, beide Möckmühl, statt.
Um 19:00 Uhr erreichte uns eine Alarmierung für den Technischen Zug (TZ) ohne Fachgruppe. Ein Angler wurde in Züttlingen, Höhe Dommeneck, in der Jagst vermisst.
Bereits nach sieben Minuten erreichen die ersten Fahrzeuge von DLRG, DRK und THW die Einsatzstelle auf dem Radweg zwischen Möckmühl und Züttlingen.
Nach einer kurzen Lagebesprechung der Einsatzführer stellte sich heraus, dass nur eine großflächige Suche in Frage kommt, da nicht genau bekannt war, wo sich der Angler zuletzt befand.
Regelmäßige Lagebesprechungen der Einsatzführer in der Unter-Einsatz-Abschnitts-Leitung (UEAL) erleichterte die Führung der zahlreichen Einsatzkräfte erheblich. Die UEAL war in unserem Mannschaftstransportwagen (MTW) untergebracht.
Auf 200 m Länge wurde die Beleuchtung der Jagst durch das THW mittels HQI- und Halogenstrahler sichergestellt.
Zur gleichen Zeit ließ die DLRG Boote für die Suchkräfte bzw. für die Taucher zu Wasser. Kurz vor Beendigung des Beleuchtungsaufbaus bekamen wir einen weiteren Einsatzauftrag. Ein Anlegesteg für Taucher und Boote wurde benötigt. Aus Dielen, Schalträgern und Fässern bauten Helfer einen Tonnensteg. Dieser diente als Bootsanleger und Tauchereinstieg.
Um 20:00 Uhr kam per Funk die nächste Alarmierung. 700 m flussabwärts war ein Auto mit vier Personen in die Jagst gefahren. Schnell musste die Lage neu bewertet werden. Daher wurden die Einsatzkräfte neu aufgeteilt.
Wir entschieden uns, den Gerätekraftwagen (GKW) 1 mit Besatzung zur zweiten Einsatzstelle zu verlagern, da diese Schadensstelle auch beleuchtet werden mußte. Des Weiteren konnte nicht ausgeschlossen werden, dass für die PKW-Bergung eine Seilwinde benötigt wird.
Die Besatzungen des GKW 2 sowie des MTW blieben mit Helfern an der ersten Einsatzstelle zurück.
Der größte Teil der DLRG-Fahrzeuge blieb an der ersten Einsatzstelle zurück, da die Taucher mit dem Boot zur Suchstelle gebracht wurden.
Nach rund 14minütiger Suche der Taucher konnte ein Fahrzeug mit zwei Personen (Dummys) geortet werden.
Etwa zeitgleich kam auch die Meldung, dass der vermisste Angler (ebenfalls ein Dummy) auf dem Grund der Jagst aufgefunden wurde. Der Angler wurde geborgen und dem DRK übergeben. Der leitende Notarzt konnte leider nur noch den Tod feststellen.
Da noch zwei Personen aus dem PKW vermisst wurden, wurde die Suche erweitert. Nach 25 Min Suche konnten sie am Jagst-Ufer leicht unterkühlt und nass gefunden werden. Die weitere Versorgung übernahm das DRK.
Parallel lief auch schon die Bergung des gesunkenen PKW an. Das Fahrzeug wurde mittels GKW 1 und Seilwinde aus dem Wasser geborgen.
Nach dem Abarbeiten aller Einsatzstellen gab die Übungsleitung gegen 22:00 Uhr das Ende der Übung bekannt.
Nach dem gemeinsamen Abbau traf man sich beim DRK Möckmühl zum gemeinsamen Essen und zur Übungsaussprache.
Um 23:30 Uhr konnte der TZ wieder einsatzbereit der Feuerwehrleitstelle in Heilbronn gemeldet werden.
Wir bedanken uns bei der DLRG und dem DRK für die tolle gemeinsame Übung. Wir freuen uns auf weiterhin gute Zusammenarbeit.
T. Oberst / C. Zenth
|